Bei WiEnergy teilen sich Wienerinnen und Wiener den Sonnenstrom, der auf ihren Dächern entsteht. Wer eine PV-Anlage hat, verkauft den Überschuss fair an die Nachbarn, statt ihn für ein paar Cent ans Netz abzugeben. Wer keine hat, bezieht diesen Strom günstiger als beim Stromanbieter. Heute machen schon über 300 Haushalte mit.
Für dich ändert sich dabei kaum etwas: Dein Stromanschluss bleibt, wie er ist, und deinen bisherigen Stromanbieter behältst du auch. Du brauchst nur einen Smart Meter. Den Rest erledigen wir: die Anmeldung beim Netzbetreiber, die Verteilung des Stroms und die monatliche Abrechnung.
Eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft, kurz EEG, ist ein Zusammenschluss von Nachbarn: Privathaushalte, kleine Betriebe, Vereine oder auch Gemeinden. Einige von ihnen erzeugen Strom, in Wien meist mit einer PV-Anlage am Dach. Die anderen verbrauchen ihn.
Physikalisch fließt der Strom wie bisher über das Netz der Wiener Netze. Neu ist die Abrechnung: Dein Smart Meter misst alle 15 Minuten, wie viel Strom in der Gemeinschaft gerade erzeugt und wie viel verbraucht wird. Dieser Sonnenstrom wird auf die Mitglieder aufgeteilt. Was die Gemeinschaft nicht selbst abdecken kann, liefert wie gewohnt dein Stromanbieter.
Als Verbraucher zahlst du für den Strom aus der Gemeinschaft weniger, weil reduzierte Netzgebühren gelten und bestimmte Abgaben wegfallen.
Den Strompreis in der Gemeinschaft legen wir selbst fest, nicht die Strombörse. Erzeuger bekommen einen fairen Preis für ihren Überschuss, und Verbraucher zahlen weniger als bei einem üblichen Stromanbieter. Beide wissen, woran sie sind, auch wenn die Preise am Strommarkt gerade verrückt spielen.
Die Abrechnung machen wir selbst, jeden Monat. Du bekommst eine übersichtliche Aufstellung: wie viel Strom du aus der Gemeinschaft bezogen oder eingespeist hast und was das kostet bzw. bringt. Dahinter steht kein Callcenter und kein externer Dienstleister. Bei Fragen erreichst du direkt die Menschen, die deine Rechnung erstellt haben.
Sonnenstrom soll sich jeder in Wien leisten können, nicht nur Hausbesitzer mit eigenem Dach. Gerade in einer Stadt, in der die meisten zur Miete wohnen, ist das wichtig: Wer keine PV-Anlage bauen kann, soll trotzdem günstigen Strom aus der Nachbarschaft beziehen können. Und was dabei gespart und verdient wird, soll bei den Menschen im Grätzl bleiben, nicht bei einem Konzern.
Einfach war der Weg dorthin nicht. Ein Vereinskonto eröffnen, die Abstimmung mit den Wiener Netzen, eine funktionierende Abrechnung aufbauen: Bei unserer ersten Gemeinschaft haben wir vieles mühsam selbst herausgefunden. Genau diese Erfahrung geben wir heute weiter, damit es für unsere Mitglieder so einfach wie möglich ist.
Wir sind keine Firma, die mit Strom Geld verdienen will, sondern Nachbarn, die die Energiewende selbst in die Hand nehmen. Und jedes neue Mitglied bringt uns diesem Ziel ein Stück näher.
Wie alles begonnen hat, beschreibt die Klima- & Innovationsagentur Wien: Bericht EEG Schwarzlackenau
Angefangen hat alles im Frühjahr 2025 in Floridsdorf. Ein paar Nachbarn hatten PV-Anlagen am Dach und fragten sich: Warum verkaufen wir unseren Überschuss für ein paar Cent ans Netz, wenn nebenan jemand wohnt, der gern Sonnenstrom hätte, aber selbst kein Dach dafür hat?
Daraus wurde die EEG Schwarzlackenau. Beim ersten Infoabend kamen rund 30 Interessierte, 12 sind gleich beigetreten. Heute sind es über 300 Haushalte in ganz Wien.
Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) hat sich für Energiegemeinschaften einiges geändert. Wir haben das genutzt, um vieles einfacher und sicherer zu machen.
Seit 1. Oktober 2026 gelten in allen Gemeinschaften, die WiEnergy betreut, dieselben Allgemeinen Lieferbedingungen. Für dich heißt das:
Hintergrund zum neuen Gesetz: Energiegemeinschaften 2.0 – was bringt das ElWG?
Du hast eine PV-Anlage auf dem Haus, aber auch eine Wohnung in der Stadt, ein Gartenhaus oder einen Betrieb? Mit einer Eigenversorgungsanlage (EVA) kannst du deinen überschüssigen Strom diesen anderen Zählpunkten zuordnen, solange sie alle auf dich laufen. Dafür musst du keinen Verein und keine Firma gründen. Mehr über EVA erfahren
Du willst deinen Sonnenstrom gezielt an deine Eltern, deine Tochter, den Nachbarn oder einen befreundeten Betrieb geben? Mit einem Peer-to-Peer-Vertrag, kurz P2P, geht das direkt von dir zu ihnen. Mehr über P2P erfahren
Sehr wahrscheinlich ja. Wir sind in fast allen Wiener Bezirken aktiv. Such unten deinen Bezirk oder schreib uns deine Adresse, dann sagen wir dir, welche Gemeinschaft für dich passt.
Siehe Solar PEN11 & Solar PEN12 der SmartCity Baumgarten
Sag uns Bescheid.
Wir gründen laufend neue Gemeinschaften. Je mehr Interessierte sich aus einer Gegend melden, desto schneller geht es dort los. Interesse melden
Mach bei unserer Bürgerenergiegemeinschaft (BEG) mit, und zwar sofort.
Die BEG ist nicht an einen Bezirk gebunden. Du kannst von überall in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten teilnehmen und bekommst Sonnenstrom von unseren Mitgliedern.
Mehr über die BEG
Viele unserer Mitglieder sind gleichzeitig in ihrer regionalen EEG und in unserer Bürgerenergiegemeinschaft (BEG). In der EEG teilst du Strom mit den Nachbarn in deinem Grätzl und sparst bei den Netzgebühren. In der BEG reicht dein Kreis bis nach Niederösterreich, in die Steiermark und nach Kärnten.
Wer eine PV-Anlage hat, findet so für mehr von seinem Sonnenstrom einen Abnehmer. Wer keine hat, bekommt Sonnenstrom aus zwei Quellen. Mehr über die BEG
Infoabend Energiegemeinschaften
Wien NORD (21. Bezirk)
9. November 2026 - 18:30 Uhr
Infoabend Energiegemeinschaften
Wien NORD (22. Bezirk)
16. November 2026 - 18:30 Uhr
Bürgerenergie & Technikabend
P2P, EVA, Mehrfachteilnahme, Netzentgelte 2027
30. November 2026 - 18:30 Uhr
Infoabend Energiegemeinschaften
Essling & Groß-Enzersdorf
geplant Jänner 2027 - 18:30 Uhr
Eine eigene Energiegemeinschaft ist eine tolle Sache, macht aber mehr Arbeit, als viele denken: Verein gründen, Bankkonto, Anmeldung bei den Wiener Netzen, Verträge, Abrechnung, Mahnwesen. Wir haben das alles schon mehrfach erlebt und unterstützen euch dabei, vom ersten Infoabend bis zur laufenden Monatsabrechnung.
Wir tauschen Erfahrungen aus, teilen Werkzeuge und lernen voneinander, damit Energiegemeinschaften in ganz Österreich besser funktionieren.
Variable Stromtarife orientieren sich am Börsenpreis, in Österreich in der Regel an der European Power Exchange (EPEX). Der Preis folgt dabei dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage am Strommarkt und kann in bestimmten Situationen sogar negativ werden.
Da in einer Energiegemeinschaft jedoch der lokal erzeugte Strom grundsätzlich vorrangig gegenüber dem Bezug vom Energieversorger genutzt wird, können solche negativen Börsenpreise oft nicht voll ausgeschöpft werden.
Mit dem WiEnergy Toolset besteht jedoch die Möglichkeit, auf Basis von 13 definierbaren Kriterien individuelle Schwellwerte festzulegen. Diese bestimmen, ob eine Teilnahme an der Energiegemeinschaft für den jeweiligen Tag sinnvoll ist oder nicht.
Täglich werden die definierten Schwellwerte und Kriterien anhand der Börsenpreise für den Folgetag geprüft. Auf dieser Basis wird automatisch entschieden, ob am nächsten Tag an der Energiegemeinschaft teilgenommen wird und dem Netzbetreiber mitgeteilt.